40.000 EUR Schmerzensgeld für Hieb mit Schaumstoffkeule?

von Thorsten Blaufelder

Feb 10

Spielen Mittelalter-Fans in einem sogenannten „Live Action Role Playing“ Mittelalterkämpfe mit Schaumstoffwaffen nach, sind mögliche Verletzungen inklusive. Nur bei Vorsatz kann ein Anspruch auf Schadenersatz- und Schmerzensgeld gegen den Kampfgegner besteht, urteilte am Donnerstag, 28.01.2016, das Landgericht Osnabrück (AZ: 4 O 1324/15).

Im konkreten Fall lieferten sich zwei „Ritter“ und ein „Räuber“ eine Kampfszene in einem sogenannten mittelalterlichen „Live Action Role Playing“ (LARP). Dabei spielen Mittelalterfans unter anderem mittelalterliche Kämpfe nach, allerdings nur mit Schaumstoffwaffen. Der Kläger begab sich hierfür zum Ferienhof Groneik in Gehrde im Landkreis Osnabrück. Als er zusammen mit einem weiteren „Ritter“ einen „Räuber“ stellte, kam es zu einem Kampfgetümmel.

Dabei verletzte der „Räuber“ den Kläger mit seiner Schaumstoffkeule an einem Auge so schwer, dass die Sehfähigkeit aller Voraussicht nach nicht wieder hergestellt werden kann.

Für die Folgen des Keulenhiebs verlangte der Kläger Schmerzensgeld in Höhe von 40 ...

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