„20 Jahre gearbeitet und dann vom Hof gejagt“

Die erste Arbeitswoche im Februar begann mit einer wirklich fiesen Überraschung: Als die Mitarbeiter der Verwaltung Zentrallager bei Mann Mobilia in Mannheim zur Arbeit erschienen, standen da eine Menge Wachleute vor dem Eingang zum Betrieb. Keiner der fast 100 Beschäftigten durfte rein, dafür wurden Briefe verteilt, in denen der Arbeitgeber mitteilte, man sei ab sofort von der Verpflichtung zur Arbeitsleistung freigestellt. Wer sich auskennt weiß: Das ist so was wie die Vorstufe der Kündigung.

Das Möbelhaus Mann Mobilia gehört seit 10 Jahren zur XXXLutz-Gruppe. Das österreichische Unternehmen fiel in der Presse schon wiederholt durch einen oft unfreundlich bis rüden Umgang mit seinen Mitarbeitern auf. Auch unser Blog berichtete 2009 und 2010 über den Möbelhändler.

„20 Jahre gearbeitet und dann vom Hof gejagt“ – es sind harte Worte, die Stephan Weis-Will von der Gewerkschaft Verdi zum Verhalten des Arbeitgebers einfallen. Aber was veranlasste XXXLutz eigentlich dazu, 99 Mitarbeiter so plötzlich freizustellen?

Vorweg fällt eins auf: 2013 handelte das Unternehmen in München schon mal fast genauso. Damals ließ man 160 Kolleginnen und Kollegen einfach nicht mehr zur Arbeit. Das dortige Möbelhaus wurde bald geschlossen, der Schlussverkauf von Abgestellten anderer Filialen erledigt. Dahinter steckt System, so eine Reportage des stern. XXXLutz wachse im Markt sehr aggresiv und schluckt einen Konkurrenten nach dem anderen: Sechs Möbelhäuser übernimmt man auf diese Art pro Jahr ...

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