Voraussetzungen und Inhalt des Arbeitszeugnisses

Das Arbeitszeugnis kann quasi als Abschluss der vertraglichen Verbindung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber gesehen werden. Es ist die Beurteilung des Arbeitgebers über die Dauer, den Inhalt und Verlauf des Arbeitsverhältnisses. Der Zeugnisanspruch für Arbeitnehmer ist in § 109 GewO normiert. Auszubildende haben einen Zeugnisanspruch nach § 16 BBiG. § 630 BGB gewährt selbstständigen Dienstverpflichteten ebenfalls einen Anspruch auf Zeugniserteilung, sofern es sich um ein dauerndes Dienstverhältnis gehandelt hat. Anspruchsberechtigte sind insbesondere Organmitglieder, wie Vorstände und Geschäftsführer. Der Anspruch auf ein Arbeitszeugnis entsteht bei Ende des Arbeitsverhältnisses, § 109 Abs.1 S. 1 GewO. Der Arbeitnehmer muss aber die Ausstellung des Zeugnisses verlangen und dabei sein Wahlrecht über die Art des Zeugnisses (einfaches oder qualifiziertes Zeugnis) ausüben. Das Bundesarbeitsgericht hat festgestellt, dass der Zeugnisanspruch mit dem Zeitpunkt des Zugangs der Kündigung bereits entstanden ist. Besonders bei längeren Kündigungsfristen wird man dem Arbeitgeber jedoch zugestehen müssen, das Zeugnis als Zwischenzeugnis oder vorläufiges Zeugnis auszustellen, da bis zum Ablauf der Kündigungsfrist noch Änderungen erforderlich werden können ...Zum vollständigen Artikel


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