Hotelzimmer als Flüchtlingsunterkunft?

9. Februar 2016

Real Estate & Public

Hotelzimmer als Flüchtlingsunterkünfte sind eine vielversprechende und gute Idee. Doch ohne die Zustimmung des Eigentümers bestehen erhebliche Probleme.

Die anhaltende Flüchtlingswelle stellt für alle eine große Herausforderung dar. Besonders die zuständigen Behörden sind jedoch oftmals überfordert. Sie finden keine ausreichende Anzahl an geeigneten Unterkünfte für die Vielzahl an Flüchtlingen.

Dies führt zu durchaus kreativen Lösungen. Zu viel Kreativität legte zuletzt jedoch der Berliner Senat an den Tag. Er verhandelte mit Hotelbetreibern über die Anmietung von Zimmerkontingenten – sollte jedoch die rechtlichen Hindernisse bedenken, wenn der Eigentümer nicht mit eingespannt wird.

Vielversprechende Idee für Behörde und Hotelbetreiber

Die Idee klingt zunächst vielversprechend. Eine Behörde kann auf einen Schlag eine Vielzahl an Flüchtlingen unterbringen, wenn sie bei einem großen Hotelbetreiber, der möglicherweise sogar mehrere Hotels in derselben Stadt betreibt, größere Zimmerkontingente anmietet. Auch für den Hotelbetreiber dürfte dies ein lohnendes Geschäft sein, da er statt der branchenüblichen 65 % – 70 % der Zimmerauslastung von der Behörde eine über 90 % hinausgehende Auslastung verlangen kann.

Außerdem wird die Behörde am Abschluss eines langfristigen Vertrages interessiert sein. Auch dies spielt dem an einer dauerhaft hohen Auslastung interessierten Betreiber in die Karten.

Hotelbetreiber und Grundstückseigentümer – gegenläufige Interessen

Der Hotelbetreiber ist häufig nicht gleichzeitig auch Eigentümer des Grundstücks. Vielmehr besteht zwischen Eigentümer und Betreiber in Deutschland oft lediglich ein Pachtvertrag.

Der Pachtvertrag berechtigt den Betreiber, das Grundstück zum Betrieb eines Hotels zu nutzen ...

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