Grundpreis bei Kaffeekapseln

von Clemens Pfitzer

Kaffeekapseln und Kaffeepads sind beliebt, im Vergleich zu „normalem“ Kaffee aber teuer. Vergleichen könnte der Verbraucher dies mit Hilfe des Grundpreises. Aber muss der Grundpreis bei Kaffeekapseln angegeben werden? Das Landgericht Düsseldorf meint ja.

Im Jahr 2014 wurde für bestimmte Kaffeekapseln in einem Werbeflyer geworben. Dabei wurde der Gesamtpreis des Produktes mit „je 16 Kapseln 2,79″ angegeben. Eine Angabe des Grundpreises fand sich in der Werbung nicht.

Ein Wettbewerbsverein sah hierin einen Verstoß gegen die Preisangabenverordnung und mahnte diese 2014 ab.

Offenbar schien dies keine Wirkung zu haben, denn Anfang 2015 warb das selbe Unternehmen für Teekapseln derselben Marke erneut nur mit „je 16 Kapseln 2,79″ ohne Grundpreisangabe.

In den Verkaufsräumen des so werbenden Unternehmens wurden das Gewicht je Kapsel und der Grundpreis jedoch angegeben.

Das Unternehmen ist der Auffassung, dass eine Grundpreisangabe nicht erforderlich sei, da es sich bei den Kapseln nicht um Produkte handele die typischerweise unter Angabe des Gewichts angeboten werden.

Entscheidung des LG Düsseldorf zu Grundpreis bei Kaffeekapseln

Das LG Düsseldorf (Urteil vom 09.09.2015 – Az. 12 O 465/14) entschied zu Gunsten des Wettbewerbsvereins und stellte einen Verstoß gegen die Preisangabenverordnung, welche auf der Preisangabenrichtlinie beruht fest.

Sinn und Zweck der Angabe des Grundpreises mit Maßeinheit sei es, eine schnelle und einfache Möglichkeit zum Preisvergleich herbeizuführen. Zwar gebe es hiervon Ausnahmen zur Angabe des Grundpreises bei solchen Waren, bei denen eine solche Angabe aufgrund der Beschaffenheit oder Zweckbestimmung nicht sinnvoll oder geeignet wäre ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK