Darf Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld dem Mindestlohn angerechnet werden?

Unter großem öffentlichen Interesse wurde in Deutschland ab 01.01.2015 das Gesetz zur Regelung eines allgemeinen Mindestlohns (Mindestlohngesetz/MiLoG) eingeführt. Seitdem darf der Stundenlohn für Arbeitnehmer nicht mehr unter 8,50 Euro liegen. Da es sich aus Sicht der Arbeitgeber um ein Gesetz handelt, welches nicht unbedingt dem eigenen wirtschaftlichen Vorteil dient, wird versucht, die Höhe des Mindestlohns durch kreative Gestaltungen zu umgehen. Hierzu gibt es nun erste Erkenntnisse durch erstinstanzliche arbeitsgerichtliche Entscheidungen. Nach einer Entscheidung des ArbG Herne aus dem Juli 2015 dürfen monatlich gezahltes Urlaubs- und Weihnachtsgeld angerechnet werden. In dem mitgeteilten Fall stritten die Parteien über Vergütung im Rahmen des Mindestlohns. Die Klägerin ist bei der Beklagten seit dem 15.08.2006 als Servicekraft im Restaurant beschäftigt und arbeitet monatlich 84,5 Stunden. Nach dem Arbeitsvertrag der Parteien vom 09.08.2006 findet auf das Arbeitsverhältnis kein Tarifvertrag Anwendung ...Zum vollständigen Artikel


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