Namensänderung: Sohn eines Straftäters nimmt den Nachnamen der Mutter an - Vater erhebt Klage

Verwaltungsgericht Münster, Urteil vom 27.01.2016 - 1 K 190/14 Namensänderung: Sohn eines Straftäters nimmt den Nachnamen der Mutter an - Vater erhebt Klage Der 8-jährige Sohn des Klägers nahm wieder den Nachnamen der Mutter an, weil man sich von der kriminellen Vergangenheit des Vaters distanzieren und Nachteile für die schulische und berufliche Entwicklung ausschließen wollte. Der inhaftierte Vater ist dagegen und klagt gegen die Namesänderung. Der Sachverhalt

Der Kläger ist wegen verschiedener Straftaten zu Geld- und Freiheitsstrafen verurteilt worden und befindet sich seit 2010 fast durchgängig in Haft. Der Sohn des Klägers beantragte beim Beklagten, seinen Familiennamen in den seiner Mutter zu ändern. Diesem Antrag gab der Beklagte statt.

Hiergegen wandte sich der Kläger unter anderem mit der Begründung: Er habe mit der Namensgebung seine Verbundenheit zu seinem Sohn dokumentiert. Dieser solle langfristig Kontakt zu seiner Familie väterlicherseits haben. Dieses ihm als Vater zustehende Recht sei durch die Namensänderung verletzt.

Die Entscheidung

Dem folgte das Gericht jedoch nicht. Zur Begründung führte es im Wesentlichen aus: Die Änderung des Familiennamens sei aus Gründen des Kindeswohls erforderlich. Sie bringe dem Sohn so erhebliche Vorteile, dass die Aufrechterhaltung des Namensbandes zum Vater nicht zumutbar erscheine.

Ein gleicher Nachname wie die Mutter werde dem Sohn des Klägers ein Gefühl von Zugehörigkeit und Sicherheit vermitteln ...

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