Die Vorgaben des GBA zu Klinikrezepten im Überblick

von Juliane Boscheinen

Die Vorgaben des GBA zu Klinikrezepten im Überblick von Juliane Boscheinen am 7. Februar 2016, Rubrik: Behandlungsvertrag, Krankenhausrecht

Mit dem GKV-Versorgungsstärkungsgesetz wurde § 39 Abs. 1a SGB V eingefügt. Damit hat das Entlassmanagement Einzug in das Gesetz genommen.

Ziel des Entlassmanagements ist eine sektorübergreifende Versorgung der Versicherten beim Übergang in die Versorgung nach Krankenhausbehandlung zu erreichen.

Gemäß dem Gesetzestext können Krankenhäuser bei der Verordnung von Arzneimitteln eine Packung mit dem kleinsten Packungsgrößenkennzeichen gemäß der Packungsgrößenverordnung verordnen. Darüber hinaus dürfen Krankenhausärzte die in § 92 Abs. 1 S. 2 Nr. 6 SGB V genannten Leistung für die Versorgung in einem Zeitraum von bis zu sieben Tagen verordnen und die Arbeitsunfähigkeit feststellen.

Zusammenfassend haben Klinikärzte nach dem Versorgungsstärkungsgesetz die Möglichkeit, Arznei-, Heil-, Hilfsmittel sowie Sozialtherapie zu verordnen.

Die Regelungen der Einzelheiten hat der Gesetzgeber dem Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) überlassen. Im Dezember 2015 hat der GBA sodann seinen Auftrag wahrgenommen und die Anforderungen an Verordnungen durch Klinikärzte konkretisiert (Pressemitteilung des GBA).

Demnach müssen sich verordnende Krankenhausärzte an die folgenden Vorgaben halten:

Wie bereits aus dem Gesetzestext hervorgeht, soll die Verordnung von Krankenhausärzten lediglich der Überbrückung von Versorgungslücken dienen. Klinikärzte sollten dementsprechend vor der Verordnung prüfen, ob tatsächlich eine Versorgungslücke zu entstehen droht ...

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