Verurteilung durch mehrere Gerichte – und die Zuständigkeit für die Bewährungsaufsicht

Nach § 462a Abs. 4 StPO i.V.m. § 462a Abs. 3 Satz 2 StPO ist bei Verurteilungen durch verschiedene Gerichte das Gericht zuständig, das bei Strafen gleicher Art auf die höchste Strafe erkannt hat.

Sinn der gesetzlichen Regelung ist es, die Zuständigkeit für die nachträglichen Entscheidungen über die Strafaussetzung zur Bewährung bei einem Gericht zu konzentrieren. Es soll ausgeschlossen sein, dass mehrere Gerichte des ersten Rechtszugs nebeneinander zur Entscheidung nach § 462a Abs. 2 Satz 1 StPO bezüglich desselben Verurteilten berufen sind1.

Auf eine etwaige nachträgliche Gesamtstrafenbildung gemäß § 460 StPO kommt es insoweit nicht an2. Unerheblich ist ebenfalls, dass das Amtsgericht Mettmann mit Beschluss vom 12.03.2015 die nachträglichen Entscheidungen, die sich auf die Strafaussetzung zur Bewährung aus dem Urteil vom 03.12 2014 beziehen, an das Amtsgericht Brühl als Wohnsitzgericht gemäß § 462a Abs ...

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