Urteil Schulunterricht: Eltern verlangen ein anderes Schulbuch

Verwaltungsgericht Berlin, Urteil vom 07.01.2016 - VG 3 K 84.15 Urteil Schulunterricht: Eltern verlangen ein anderes Schulbuch Im Geschichtsunterricht wurde ein Schulbuch verwendet, in welchem die Landung der alliierten Truppen in Frankreich am 6. Juni 1944 als "Invasion" bezeichnet wird. Diese Darstellung hält der Vater eines Schülers für unzutreffend. Er verlangt die Verwendung eines anderen Geschichtswerks und klagt vor dem Verwaltungsgericht Berlin. Der Sachverhalt

Der Kläger ist Vater eines 17-jährigen Schülers, der eine Oberschule in Berlin-Kreuzberg besucht. Im Geschichtsunterricht des Sohnes kam ein Schulbuch zur Verwendung, in welchem die Landung der alliierten Truppen in Frankreich am 6. Juni 1944 als "Invasion" bezeichnet wird.

Diese Behauptung entspreche nicht den Tatsachen, da die Alliierten nicht als "Invasoren" angesehen werden könnten. Es stelle einen Anfangsverdacht von Verunglimpfung Verstorbener dar, die tausenden von alliierten Soldaten, die während dieser Landung ums Leben gekommen seien, als Invasoren zu disqualifizieren. Zudem werde der Überfall der Wehrmacht auf seine westlichen Nachbarn im Jahr 1940 in dem Buch verharmlosend als "Offensive im Westen" bezeichnet.

Im Unterricht wurden die kritisierten Formulierungen daraufhin mit den Schülern diskutiert. Dem Kläger reichte dies nicht ...

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