Kölle Alaaf – Sind „De Höhner″ immaterielles Kulturerbe der Menschheit?

Rheinischer Karneval ist Brauchtum! Aber sind Einnahmen einer Karnevalsveranstaltung steuerlich privilegiert? Da muss wohl der Bundesfinanzhof entscheiden.

Die fünfte Jahreszeit hat begonnen. Allen, die dem jecken Treiben am Rhein etwas ratlos gegenüberstehen, sei versichert: Hier wird nicht aus reiner Lust an der Freude gefeiert, hier wird traditionelles Brauchtum gepflegt.

Wie wir darauf kommen?

De Jecken jeje dat Finanzamt

Vor dem Finanzgericht Köln (Urteil vom 20.08.2015, Az: 10 K 3553/13) trafen unlängst ein gemeinnütziger Karnevalsverein und das Finanzamt aufeinander.

Der Karnevalsverein widmete sich satzungsmäßig der Erhaltung und Pflege heimatlichen Brauchtums, insbesondere der Förderung des Karnevals in seinem historischen Sinne. Zur Verfolgung seiner Zwecke führte er karnevalistische und gesellige Veranstaltungen durch.

So auch die „Nacht der Nächte″. Uneinig war man sich nun darüber, ob die Einnahmen aus dieser Veranstaltung als Einnahmen eines Zweckbetriebs (und damit steuerlich privilegiert) oder als Einnahmen aus einer schnöden gewerblichen Veranstaltung (steuerlich nicht privilegiert) anzusehen seien.

Auftritt von Dreigestirn, Prinzengarde und Tanzmariechen

Die „Nacht der Nächte″ fand am Karnevalssamstag in den Räumlichkeiten einer Gesamtschule statt. Die rund 1200 Gäste nahmen ausnahmslos kostümiert teil. Neben karnevalistischem Liedgut (wie die „Mehrzweckblaari″) wurden auf einer Bühne karnevalistische Tanzdarbietungen und Bewegungsanimationen (wie das „Fliegerlied″) geboten.

Es traten unter anderem das Dreigestirn, die Prinzengarde und Tanzmariechen auf. Zwischendurch lief Karnevalsmusik vom Band. Dazu wurde zeitweise in typisch karnevalistischer Art und Weise geschunkelt ...

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