Neue EU-Richtlinie für Cybersicherheit – Worauf müssen sich Unternehmen einstellen?

Der Cyber-Raum durchdringt heute nahezu alle Bereiche des staatlichen, wirtschaftlichen und sozialen Lebens. In allen Bereichen schafft die digitale Vernetzung unzählige und bisher noch nicht ausgeschöpfte Potenziale. Mit der zunehmenden Vernetzung wächst aber auch die Abhängigkeit des Staates, der Wirtschaft und Verbraucher von der Funktionsfähigkeit der IT-Systeme und des Cyber-Raums.

Am 07.12.2015 haben sich der Rat der Europäischen Union und das Europäische Parlament daher auf einen Entwurf für eine neue „Richtlinie zur Verbesserung der Netz- und Informationssicherheit (kurz: NIS-Richtlinie) verständigt. Der Cyber-Raum kennt keine nationalen Grenzen. Ziel der NIS-Richtlinie ist es daher, in allen EU-Staaten durch ein einheitliches Bündel von Maßnahmen den Schutz von Institutionen, Unternehmen und Verbrauchern vor sogenannten „Cybergefahren“ ­– etwa technische Störungen, Hackerangriffe und Datenschutzverletzungen – zu verbessern.

Wen betrifft die NIS-Richtlinie?

Nach der NIS-Richtlinie sollen nicht nur die öffentliche Verwaltung, sondern auch bestimmte Unternehmen, sogenannte „Marktteilnehmer“, in die Pflicht genommen werden. Wer „Marktteilnehmer“ ist, ergibt sich ebenfalls aus der NIS-Richtlinie: Zum einen sind dies die Betreiber von bestimmten „Diensten der Informationsgesellschaft“, nämlich: Betreiber von elektronischen Marktplätzen (etwa Online-Shops, App-Stores und andere elektronische Marktplätze), Suchmaschinen und Anbieter von Cloud-Diensten. Zum anderen sollen auch Betreiber von „kritischen Infrastrukturen“ in die Pflicht genommen werden, dazu zählen unter anderem Unternehmen der Energie-, Verkehrs-, Finanz- und Gesundheitswirtschaft.

Wen betrifft die NIS-Richtlinie nicht?

Keine „Marktteilnehmer“ im Sinne der NIS-Richtlinie – und somit nicht von den darin vorgesehenen Verpflichtungen betroffen – sollen hingegen soziale Netzwerke sein ...

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