Haftung des Arbeitgebers bei Diebstahl im Betrieb

Bei einem Diebstahl von Wertgegenständen am Arbeitsplatz wird ein Arbeitnehmer auch mit einer bestehenden Hausratversicherung üblicherweise keine Ersatzzahlung von der Versicherung erhalten. Es steht daher der Betroffene regelmäßig vor dem Problem, dass ihm außer dem Arbeitgeber kein Ansprechpartner bleibt, seinen Schaden ersetzt zu bekommen.

In den meisten Fällen wird wohl der betroffene Arbeitnehmer davon Abstand nehmen, von seinem Arbeitgeber Schadensersatz zu fordern. Einen außergewöhnlichen Fall, bei dem es um Schadensersatz in Höhe von 20.000,00 EUR ging, hatte nun aber das LAG Hamm zu entscheiden und damit die Frage zu klären, ob und wenn ja unter welchen Voraussetzungen ein Arbeitnehmer beim Diebstahl am Arbeitsplatz Schadensersatz vom Arbeitgeber verlangen kann.

Der Kläger ist angestellt in einem Krankenhaus. Dort ist ihm ein eigenes abschließbares Büro zugeteilt. Im Sommer 2014 legte er Schmuck und Uhren im Wert von etwa 20.000,00 EUR in den Rollcontainer seines Schreibtisches, in der Absicht die Wertsachen noch am selben Tag nach Feierabend zur Bank zu bringen und dort in ein Schließfach einschließen zu lassen. Er trug vor, aufgrund erheblicher Arbeitsbelastung schließlich vergessen zu haben, die Wertsachen zur Bank zu bringen. Einige Tage später stellte er fest, dass die Wertsachen entwendet worden waren ...

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