Evaluation der PV-Pilotausschreibung veröffentlicht

von Dr. Peter Nagel

Nach den ersten drei Pilotausschreibungen für neue PV-Freiflächenanlagen zieht das Bundeswirtschaftsministerium eine positive Bilanz: Das Instrument, das das bisherige Festvergütungsmodell ab dem Jahr 2017 generell ablösen soll, funktioniere, fasst der jüngst veröffentlichte Abschlussbericht zum Pilotausschreibungsverfahren die bisherigen Erfahrungen zusammen. Nur kleinere Anpassungen des Verfahrensablaufs seien nötig.

Simon Trockel

„Das in der PV-Pilotausschreibung umgesetzte Ausschreibungsverfahren erscheint zum jetzigen Zeitpunkt für große Solaranlagen grundsätzlich gut geeignet“, bilanziert das Bundeswirtschaftsministerium zum Abschluss der dritten Bieterrunde für neue PV-Freiflächenanlagen im seinem jetzt vorgelegten Abschlussbericht zum Pilotausschreibungsverfahren die Erprobungsphase. Dies zeige das von Runde zu Runde gesunkene Preisniveau sowie die hohe Wettbewerbsintensität. „Die Gebotsmenge war jeweils deutlich überzeichnet. Das Preisniveau ist von Runde zu Runde gesunken (von 9,17 Cent/kWh auf 8,49 Cent/kWh auf 8,00 Cent/kWh). Dies sei ein Indiz für die Effizienz des Ausschreibungsverfahrens. Der jeweilige Zuschlagswert lag deutlich unter dem jeweiligen Höchstpreis und in der Regel niedriger als die staatlich festgelegte Förderhöhe nach dem EEG 2014“, erklärt das Ministerium. Das Verfahren sei für die Bieter verständlich. Nur kleinere Anpassungen des Verfahrensablaufs seien empfehlenswert, um das Prozedere zu vereinfachen. Der Erfahrungsbericht bildet die Grundlage für den bereits im EEG 2014angelegten generellen Systemwechsel. So soll ab dem Jahr 2017 die Förderhöhe für Strom aus erneuerbaren Energien über Ausschreibungen wettbewerblich ermittelt werden.

Getestet worden sind zwei unterschiedliche Preisregeln: Das „Pay-as-bid“-Verfahren, bei dem erfolgreiche Bieter die Förderhöhe erhielten, die sie selbst geboten hatten, galt in der ersten Ausschreibungsrunde ...

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