Blattlt {5/52}

von Liz Collet

Die Themen der Woche, die beim Blattln unter anderem ins Auge fielen, sind brandgefährliche Folgen der Unwissenheit und Untätigkeit im Prozess um Schneizlreuth, Zündstoff bietende Fragen der Medizin, des Rechts und der Ethik beider rund um Genchirurgie und CRISPR, Aspekte der Kausalität von Lebensmittelindustrie und ihrer Getränke für Diabetes 2-Erkrankungen und die Rolle der Charité Berlin, staatsanwaltschaftliche Ermittlungen und die Durchsuchung der KBV, ein Arbeitsgerichtsprozess der ehemaligen Personalchefin der KBV, die Flughafendebatte um die dritte Startbahn des Flughafens München und die Schonfrist der Bahn vor der Ausschreibung der S-Bahn München für einen Betreiberwechsel, sowie eine erstaunliche und alles andere als ungefährliche Art des Einstiegs bei der Bahn auf freier Strecke und ein Aufstieg, der – man muss es leider fast sagen – bedauerlicherweise keine Nachteile für den Akteur nach sich zog.

1.

Im Prozess um das Brandunglück in Schneizlreuth wird nun auch gegen den Bürgermeister und den ehemaligen Geschäftsführer der Gemeinde ermittelt. Im Prozess war klar geworden, dass die Gemeindeverwaltung den nicht genehmigten Übernachtungsbetrieb des Angeklagten in einem historischen Bauernanwesen geduldet hat. Eine Aktennotiz in den Unterlagen der Gemeinde verweist darauf, dass es wohl eine Absprache gegeben hat, wie der nicht genehmigte Betrieb aufrecht erhalten werden kann.

Der Ex-Bürgermeister der Gemeinde Schneizlreuth sagte als Zeuge vor Gericht, er habe vom Matratzenlager im sogenannten “Pfarrerbauernhof” nichts gewusst. Er sei davon ausgegangen, dass in dem Gebäude nur wenige Gästebetten zur Verfügung standen, die nicht genehmigt werden müssten. Als einer der Richter ihn mahnte, das Gericht nicht anzulügen, verweigerte der 68-jährige die weitere Aussage mit dem Verweis darauf, dass er sich möglicherweise selbst belasten müsste ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK