Vergewaltigung der Mutter – vor den Augen des Kindes

Die Verwaltigung der Mutter vor den Augen des Kindes stellt nach Ansicht des Bundesgerichtshofs nicht auch einen sexuellen Missbrauch von Kindern gemäß § 176 Abs. 4 Nr. 1 StGB dar, solange der Täter nur einfach keine Rücksicht auf die Anwesenheit des Kindes genommen hat.

In dem hier vom Bundesgerichtshof entschiedenen Fall befanden sich der Täter und seine Lebensgefährtin nach einem Streit im Schlafzimmer. Ob zu diesem Zeitpunkt bereits die 9jährige Tochter der Lebensgefährtin anwesend war oder ob diese erst im Verlauf des nachfolgenden Geschehens hinzukam, konnte nicht geklärt werden. Im Schlafzimmer entnahm der Täter dem Wäscheschrank einen Vibrator, drückte die Beine seiner Lebensgefährtin auseinander und führte ihr diesen gegen ihren Willen gewaltsam in schmerzhafter Weise mehrfach in die Scheide ein, was das Kind wahrnahm. Nachdem er mit dem Einführen des Vibrators begonnen hatte, bemerkte er das Kind und äußerte ihm gegenüber „Das braucht deine Schlampe“. Der Lebensgefährtin gelang es schließlich, ihn wegzustoßen, woraufhin dieser das Zimmer verließ.

Der Bundesgerichtshof verneinte einen tateinheitlich zur Vergewaltigung der Lebensgefährtin verwirklichten sexuellen Missbrauch von Kindern gemäß § 176 Abs. 4 Nr. 1 StGB.

Zwar war das Kind gegenwärtig, als der Angeklagte sexuelle Handlungen zum Nachteil der Nebenklägerin vornahm. Er erkannte auch, dass das Kind das Geschehen beobachtete und setzte seine Handlungen gleichwohl fort ...

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