Mehrbedarf wegen kostenaufwändiger Ernährung bei psychischer Zwangsstörung?

von Liz Collet
Als ob es eine Kunst wäre,
mit viel Geld
ein anständiges Mahl herzurichten!
Kinderleicht ist das,
der größte Esel bringt das zuwege.
Wer sein Handwerk versteht,
der braucht wenig Geld
und kocht trotzdem gut. Molière

Wir wissen nicht, was Molière heutzutage über das sagen würde, was Verbraucher und Konsumenten glauben an Geld ausgeben zu müssen oder sich von Werbung, Lebensmittelindustrie und Foodethikern aus welchen mehr oder weniger fachkundigen und nicht nur uneigennützigen Gründen einreden lassen oder sich einbilden, ausgeben zu müssen, um gute Lebensmittel zu erhalten und gute und gesunde Mahlzeiten zuzubereiten. Eine gewisse Ahnung will sich nicht ganz verscheuchen lassen, wie sein Kommentar dazu lauten könnte. Aber lassen wir das. Keinesfalls soll das Zitat Molières und der Gedanke an einen der Klassiker der Literatur in Frage stellen, dass und welche tatsächlichen Erkrankungen nicht nur physische, sondern auch psychische und darunter auch Zwangserkrankungen darstellen können. Und als solche ggf. auch Mehrkosten im Alltag für den Erkrankten bedeuten mögen.

Das Zitat illustriert allein die höchst unterschiedlichen Meinungen damals wie heute darüber, ob und welche Kosten jeder Einzelne, sei er krank oder gesund, objektiv wie subjektiv für nötig und angemessen halten könnte, um gute Speisen zubereiten zu können, die ihm gut bekommen. Welche Beträge dabei dann eine Rollen spielen, ist relativ und von verschiedensten Faktoren abhängig – aber nicht immer sind diese dem Wert, der Qualität der Lebensmittel und Zutaten entsprechend wirklich angemessen.

So oder so, mehr oder minder kleine oder grössere Kosten – diese kann nicht jeder aus seinem Erwerbseinkommen bestreiten und so muss er sich im Fall der Fälle um Mehrbedarf streiten. Bei Gericht ...

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