Ordnungsgemäße Mängelbeseitigung eines Schimmelbefalls

Der Bundesgerichtshof (Az. VII ZR 274/04) hat mit Urteil vom 29.06.06 entschieden, dass eine ordnungsgemäße Mängelbeseitigung eines mit Schimmelpilz befallenen Dachstuhls nicht vorliegt, wenn dessen Holzgebälk nach Arbeiten weiterhin mit Schimmelpilzsporen behaftet ist. Das gilt auch dann, wenn von diesen keine Gesundheitsgefahren für die Bewohner des Gebäudes ausgehen. Der BGH hat begründet, dass der vom beklagten Werkunternehmer errichtete Dachstuhl mangelhaft war, da vertraglich ein Dachstuhl ohne Pilzbefall geschuldet war. Der Beklagte hatte zwar die Sanierung des Dachstuhls nach Maßgabe der Empfehlungen eines von ihm eingeschalteten Sachverständigen angeboten. Der klagende Auftraggeber ging darauf aber nicht ein. Er forderte die Entfernung und Neuerrichtung des Dachstuhls unter Bezugnahme auf ein im selbstständigen Beweisverfahren eingeholtes Sachverständigengutachten. Das Oberlandesgericht als Vorinstanz hatte den Anspruch abgelehnt, weil der Beklagte ein Recht hätte, den vom Schimmel befallenen Dachstuhl nachzubessern. Verlange der Auftraggeber eine bestimmte Art der Nachbesserung, habe er die Beweislast, dass der Mangel nur so beseitigt werden könne. Diesen Beweis habe der Kläger nicht geführt ...Zum vollständigen Artikel

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