Häufige rechtliche Fragestellungen aus der Beratungspraxis mit Agenturen

In meiner Beratungspraxis mit Agenturen begegne ich häufig wiederkehrenden rechtlichen Fragestellungen. Daher soll nachfolgend ein Überblick über die häufigsten Fragen mit Antworten gegeben werden:

Unter welchen Voraussetzungen erhalten wir eine Vergütung für unsere Präsentationen, wenn der Auftrag nicht erteilt wird ?

Präsentationen haben eine Schlüsselfunktion bei der Auswahl einer Agentur beispielsweise wenn es um die Einzelvorstellung einer Agentur geht oder um eine groß angelegte Wettbewerbspräsentation, bei der mehrere Werbeagenturen nach einem einheitlichen Briefing Lösungsvorschläge präsentieren.

Wird über diesen Punkt keine ausdrückliche Absprache getroffen und wird der angestrebte Auftrag später nicht erteilt, entstehen häufig Streitigkeiten über die Vergütungspflicht. Die Rechtslage stellt sich, grob gesehen, wie folgt dar:

Eine reine Agenturpräsentation, die ausschließlich der Selbstdarstellung der Agentur und ihres Leistungsportfolios dient, und bei der unter Umständen auch Leistungsergebnisse aus vorherigen Projekten präsentiert werden, ist üblicherweise kostenlos, da sie eine Marketingmaßnahme der Agentur darstellt und überwiegend ihren eigenen Interessen dient.

Anders sieht es jedoch Etatpräsentationen aus, die bereits ein ausgearbeitetes Konzept für Werbestrategien und Entwürfe für konkrete Gestaltungen enthalten können:

Beschränkt sich eine Etatpräsentation im Wesentlichen auf einen Kostenvoranschlag oder die Darstellung der eigenen Leistungsfähigkeit, ist die zugrunde liegende Leistung, auch wenn sie einen besonderen Aufwand erfordert, in der Regel nicht vergütungspflichtig.

Vergütungspflichtig wird die Präsentation in der Regel auch dann, wenn der Auftraggeber die Präsentation von gestalterischen Entwürfen und Werbekonzepten nachfragt ...

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