Umtausch von knapp 20.000 Telefonkarten gegen 100.000 Euro

Landgericht Nürnberg-Fürth, Urteil vom 12.01.2016 - 17 O 3451/14 Umtausch von knapp 20.000 Telefonkarten gegen 100.000 Euro Der Käufer von 19.733 Telefonkarten sieht sich in seinen Erwartungen enttäuscht, weil mit den Telefonkarten keine 0900-er Nummern und andere Mehrwertdienste anwählbar sind. Er verlangt, dass man ihm die Karten gegen den Wert von knapp 100.000 Euro umtauscht. Der Sachverhalt

Die Deutsche Telekom AG bot vor vielen Jahren über eine Tochterfirma Telefonkarten mit dem Motiv "Wolkenlos" an. Die Karten hatten ein Guthaben von 10 DM bzw. 5,11 Euro und wurden damit beworben, dass man mit ihnen in über 80 Ländern der Welt bargeldlos günstig telefonieren könne.

Von insgesamt 50.000 Karten seien nur etwa 1.500 verkauft worden. Ca. 48.000 nicht verkaufte Karten seien einem Unternehmen zur Verschrottung übergeben worden. Der Kläger bestreitet das. Er habe die 19.733 Telefonkarten von einem Hausmeisterservice erworben. Der fehlende Zugang zu Mehrwertdiensten sei ein Mangel, so der Kläger, und diese Einschränkung der Verwendbarkeit sei für die jeweiligen Käufer beim Erwerb nicht ersichtlich und auch nicht zu erwarten gewesen. Die Telefonkarten seien deshalb mangelhaft - auch wenn man mit ihnen nach wie vor telefonieren kann ...

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