Beim Live-Rollenspiel mit der Schaumstoffkeule gegen den Kopf - 40.000 Euro Schmerzensgeld?

Landgericht Osnabrück, Urteil vom 28.01.2016 - 4 O 1324/15 Beim Live-Rollenspiel mit der Schaumstoffkeule gegen den Kopf - 40.000 Euro Schmerzensgeld? In einem Live-Rollenspiel, bei dem eine mittelalterliche Geschichte nachgespielt wird, musste sich der sich der Beklagte als „Räuber" in der gespielten Szene gegen zwei „gute Ritter" verteidigen. Dabei wurde der Kläger wurde durch den Beklagten mit einer Schaumstoffkeule am Auge verletzt. Der Sachverhalt

Der Kläger hatte an einem Live-Rollenspiel teilgenommen, bei dem eine fiktive mittelalterliche Geschichte als Rollenspiel nachgespielt wurde. Dabei kam es zu einer im „Plot" vorgesehenen Kampfszene, bei der der Beklagte einen „bösartigen" Plünderer darstellte, während der Kläger zu den „guten" Dorfbewohnern gehörte.

Der Kampf wurde mit ummantelten Schaumstoffschwertern und Schaumstoffkeulen geführt. Die Kampfszene, an der neben den beteiligten Parteien noch etliche andere Veranstaltungs­teilnehmer beteiligt gewesen sind, spielte sich auf einem engen Waldweg ab.

Mit der Keule an den Kopf

Der Kläger wirft dem Beklagten vor, ihn entgegen der Teilnahmebedingungen für LARP-Veranstaltungen (Live Action Role Playing) mit einer Schaumstoffkeule gegen den Kopf geschlagen und ihn im Bereich von Schläfe und Auge getroffen zu haben. Es sei ein Dauerschaden in der Form eingetreten, dass die Sehfähigkeit des Klägers aller Voraussicht nach nicht wieder hergestellt werden könne. Der Kläger beansprucht Schmerzensgeld in Höhe von mindestens 40.000,00 €, Verdienstausfall in Höhe von 2.443,51 € sowie die Feststellung der weiteren Eintrittspflicht des Beklagten für Zukunftsschäden.

Das Urteil des Landgerichts Osnabrück

Das Landgericht Osnabrück hat durch Urteil (Az. 4 O 1324/15) die Klage als unbegründet abgewiesen ...

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