Arbeitnehmer kommen Wertsachen iHv 20.000 EUR abhanden – Arbeitgeber haftet?

von Thorsten Blaufelder

Eine Haftung des Arbeitgebers für Gegenstände der Mitarbeiter kommt nur für solche Dinge in Betracht, die die Arbeitnehmer für ihre Arbeit benötigen oder üblich an ihren Arbeitsplatz mitnehmen. Das geht aus einem am Freitag, 22.01.2016, bekanntgegebenen Kostenbeschluss des Landesarbeitsgerichts (LAG) Hamm vom Vortag hervor (AZ: 18 Sa 1409/15). Danach ist ein entsprechendes Urteil des Arbeitsgerichts Herne (AZ: 5 Ca 965) rechtskräftig.

Ein Mitarbeiter eines Krankenhauses im Ruhrgebiet hatte behauptet, im Sommer 2014 Schmuck und Uhren im Wert von 20.000,00 € in den Rollcontainer seines Schreibtisches gelegt und diesen dann abgeschlossen zu haben. Eigentlich habe er die Wertsachen noch am selben Tag in ein Bankschließfach legen wollen. Wegen seiner hohen Arbeitsbelastung habe er dies dann aber vergessen.

Später sei die üblich verschlossene Tür seines Büros offen, der Rollcontainer aufgebrochen und die Wertsachen verschwunden gewesen. Der Zugang zu dem Büro sei möglich gewesen, weil eine Kollegin den Generalschlüssel leichtfertig in ihrer Kitteltasche verwahrt habe.

Dafür machte der Arbeitnehmer die Klinik verantwortlich. Diese habe es unterlassen, Vorkehrungen für die sichere Aufbewahrung des Generalschlüssels zu treffen und diesbezüglich klare Anweisungen zu geben ...

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