Voraussetzungen für die Pfändung von Unterhalt

Eine Trennung, bei der Kinder involviert sind, ist nie leicht. Kommen Schulden hinzu, wächst der Druck auf die Eltern, sich mit Finanz­an­ge­legen­heiten wie dem Kindesunterhalt aus­einander­zu­setzen. Dabei kann die Frage nach der Rechtmäßigkeit einer Pfändung von Unterhalt sowohl beim Zahlungs­pflichtigen (z.B. nach Trennung der Kinds­vater) als auch beim Empfänger (z.B. nach Trennung die Mutter, bei der das unter­haltsbe­rechtige Kind lebt) auf­kommen.

Pfändung von Unterhalt beim Empfänger

Eine Pfändung von Unterhalt bei der Person, die die Zahlung für das unterhalts­berechtigte minderjährige Kind erhält, würde bedeuten, dem Kind das zu nehmen, was ihm zusteht. Genau aus diesem Grund zählt Kindesunterhalt nicht zum Einkommen und ist somit nicht pfändbar – ebenso wenig wie Kindergeld.

Eine Möglichkeit, trotzdem auf Nummer sicher zu gehen: Eröffnen Sie ein Konto im Namen Ihres Kindes und lassen Sie den Unterhalt auf dieses Konto einzahlen. So stellen Sie auch im Falle einer Kontopfändung bei Ihnen selbst sicher, dass für Ihr Kind das Geld zur Verfügung steht, das ihm zusteht.

Pfändung von Unterhalt beim Zahlenden

Die Pfändung der vom Unterhalts­pflichtigen zu leistenden Unterhalts­zahlungen ist zulässig, wenn diese Zahlungen nicht frei­willig geleistet werden. Die Pfändung von Unterhalt ist in § 850d ZPO (Zivil­prozess­ordnung) geregelt. Eine Pfändung von Unterhalt geht dabei über die Pfändungs­frei­grenze hinaus. Das bedeutet neben dem Nettoeinkommen können auch Neben­einkünfte, Arbeits­losen­geld und zum Teil sogar Sozialhilfe gepfändet werden.

Wird eine Pfändung aufgrund von Unterhalts­an­sprüchen durchgeführt, wird nicht wie im Regelfall die Pfändungstabelle zur Bemessung der Pfändungsfreigrenze herangezogen ...

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