Schaubild: Wer ist der Vater eines Kindes?

von Nicola Pridik

28. Januar 2016 von Nicola Pridik Kommentar verfassen

Schaubild: Wer ist der Vater eines Kindes?

Mutter eines Kindes ist die Frau, die es geboren hat. (§ 1591 BGB) Das ist noch einfach. Doch wer ist der Vater? Man könnte meinen, es sei der Mann, der das Kind gezeugt hat. Tatsächlich ist es jedoch komplizierter. Es gibt nämlich auch noch eine rechtliche Vaterschaft und die muss nicht zwingend mit der biologischen übereinstimmen. Konkret regelt das Bürgerliche Gesetzbuch die Vaterschaft in drei Stufen. Wie diese konkret aussehen und welcher Systematik sie folgen, zeigt das hier vorgestellte Schaubild.

Würde man sich darauf beschränken, allein § 1592 BGB, der die Überschrift „Vaterschaft“ trägt, zur Klärung derselben heranzuziehen, hätte man ein Problem. Die drei Möglichkeiten der Vaterschaft werden dort nämlich einfach nur aufgelistet. Dass die Liste zugleich eine Rangfolge darstellt, lässt sich zwar erahnen, richtig klar wird es aber nicht.

§ 1592 BGB Vaterschaft

Vater eines Kindes ist der Mann, 1. der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter des Kindes verheiratet ist, 2. der die Vaterschaft anerkannt hat oder 3. dessen Vaterschaft nach § 1600d oder § 182 Abs. 1 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit gerichtlich festgestellt ist.

Das Verhältnis der einzelnen Nummern zueinander ergibt sich vielmehr erst aus den folgenden Vorschriften. Insgesamt widmen sich ganze 14 Paragrafen der Vaterschaft. Sie enthalten im Wesentlichen Regelungen zu deren Anerkennung, Anfechtung und gerichtlichen Feststellung. Man erfährt viele Details, z. B. wer anfechtungsberechtigt ist oder einer Vaterschaftsanerkennung zustimmen muss. Was jedoch fehlt, ist ein Überblick über die Systematik der dreistufigen Vaterschaftsregelung ...

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