Als Prügler Millionär werden

von Stephan Weinberger

Als Prügler Millionär werden? Erst jemanden verprügeln, dabei von dem Opfer gefilmt werden und danach das Opfer auf 5 Millionen Dollar Schmerzensgeld verklagen, weil es die Videoaufnahme ohne Berechtigung ins Internet hochgeladen hat, während einen das Opfer wegen der Prügelattacke selbst „nur“ auf 1,6 Millionen Dollar Schmerzensgeld verklagt – klingt nach einem verrückten Plan, wie man Millionär werden könnte – und wo? Natürlich in den USA – dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Genauer gesagt: In Kalifornien.

Vergangenen Jahres stieg der 32 Jahre alte Benjamin Golden betrunken in ein Auto des Fahrdienstes Uber. Es kam zu Streitigkeiten und handgreiflichen Auseinandersetzungen mit dem Fahrer Edward Caban, der ihn schließlich hinauswarf. Golden tickte aus, verprügelte seinen Fahrer, zog ihn an den Haaren und beschimpfte ihn. Caban musste Pfefferspray einsetzen, um seinen Fahrgast nach draußen zu befördern. Im Fahrzeug war eine Kamera angebracht, die den Vorfall aufzeichnete.

Der Fahrer übergab die Aufzeichnung an die Polizei, stellte aber auch eine Kopie davon ins Internet. Außerdem verklagte er Golden auf 1,6 Millionen Dollar Schmerzensgeld. Zuvor hatte sich Golden noch unter Tränen im Fernsehen entschuldigt mit den Worten: „Das bin nicht ich. Ich schäme mich. Ich habe Mist gebaut“.

Dann der kuriose Gegenschlag: Golden reicht ebenfalls eine Klage ein. Er möchte 5 Millionen Dollar Schmerzensgeld vom Fahrer haben ...

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