Wie teuer darf die stationäre Behandlung sein?

von Christine Krieg

Ge­setz­lich Kran­ken­ver­si­cherte ge­nie­ßen nach dem Prin­zip der Sach­leis­tung den Vor­zug, dass ih­nen im Rah­men ei­ner sta­tio­nä­ren Kran­ken­haus­be­hand­lung keine Rech­nung ge­stellt wird. Der Pa­ti­ent wird für ge­wöhn­lich im Kran­ken­haus auf­ge­nom­men, dort mehr oder we­ni­ger zu sei­ner Zu­frie­den­heit be­han­delt und wie­der nach Hause ent­las­sen. Da­bei ist zu hof­fen, dass der Auf­ent­halt an­ge­nehm ist, die Be­hand­lung sach­ge­recht und das Be­hand­lungs­ziel er­reicht wer­den kann.

Oft weiß der Pa­ti­ent nicht, dass da­nach die Pro­ble­ma­tik erst be­ginnt. Die Kran­ken­häu­ser, die sich in der Re­gel im Rah­men der sta­tio­nä­ren Be­hand­lung sehr be­mü­hen, den Pa­ti­en­ten so gut wie mög­lich zu be­han­deln, rech­nen den ge­sam­ten Kran­ken­haus­auf­ent­halt ge­gen­über der Kran­ken­kasse ab. Da­bei er­folgt die Ab­rech­nung nach dem ge­setz­lich ge­re­gel­ten Ver­gü­tungs­sys­tem, wo­nach dia­gno­sen­ori­en­tiert be­stimmte Fall­pau­scha­len in ei­nem nicht un­kom­pli­zier­ten Ver­fah­ren an­ge­setzt wer­den. Da die Kran­ken­kas­sen wie­derum ge­setz­lich ver­pflich­tet sind, nach dem Wirt­schaft­lich­keits­ge­bot Ab­rech­nun­gen zu über­prü­fen, wenn sich Auf­fäl­lig­kei­ten fest­stel­len las­sen, be­steht die Nei­gung, Ab­rech­nun­gen grund­sätz­lich zu hin­ter­fra­gen. Dies er­folgt, in­dem die Kran­ken­kasse den Be­hand­lungs­vor­gang dem Me­di­zi­ni­schen Dienst für eine Be­gut­ach­tung über­gibt ...

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