Rezension Zivilrecht: Höfeordnung

von Dr. Benjamin Krenberger

Rezension Zivilrecht: Höfeordnung

Lüddtke / Handjery / von Jeinsen, HöfeO – Höfeordnung mit Verfahrensordnung für Höfesachen, Kommentar, 11. Auflage, C.H. Beck 2015

Von RA Christian Stücke, FA für IT-Recht, FA für Verwaltungsrecht, Helmstedt

Die Höfeordnung – und mit dieser die korrespondierende Höfeverfahrensordnung – regeln das landwirtschaftliche Sondererbrecht in den Bundesländern Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen mit nur auf den ersten Blick überschaubar erscheinenden 25 Paragraphen. Kern sind Regelungen zum sog. Anerbenrecht. Ein Hof im Sinne der Höfeordnung soll geschlossen auf einen (wirtschaftsfähigen) Erben übergehen. So soll einer Zersplitterung der Betriebe aufgrund Erbfolge entgegengewirkt und letztlich die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit bestmöglich erhalten werden. Ein unbedeutendes und überkommenes, partikulares Gesetz? Keineswegs! Die Bedeutung der Höfeordnung ist unverändert, die geregelten Sachverhalte von regelmäßig großer wirtschaftlicher Tragweite. Zu Recht weisen die Kommentatoren zudem darauf hin, dass die bewährten Vorschriften des Höferechts durchaus eine Grundlage für die Diskussion eines eigenen, modernen Unternehmererbrechts bieten können.

„Die lang erwartete Neuauflage 2015 erstmals mit Kommentierung der HöfeVfO“, so die markante Werbebanderole auf dem in der bewährten „grauen Reihe“ des Beck-Verlages erschienenen Werk. In der Tat – die Vorauflage aus dem Jahre 2001 ist es mehr als wert gewesen, fortgeführt zu werden. Seinerzeit wurde „lediglich“ die Höfeordnung kommentiert. Die jetzt zusätzlich in den Band aufgenommene Neubearbeitung zur Höfeverfahrensordnung beruht auf einer noch länger zurückliegenden Kommentierung aus dem Jahr 1994 ...

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