selbständige Putzfrau - der Selbstversuch

von Rainer Göhle
In der Regel beschäftigt man ja seine Putzfrau schwarz. Oder? Ist nicht ganz legal, aber 65 innerorts wird auch sanktioniert und das machen trotzdem sehr viele. Das dumme vor allem: man findet ja keine legal arbeitende Putzfrau. Suchen Sie mal, die meisten wollen schwarz arbeiten (nein, die bekommen kein Hartz IV und verschleiern das, das kann ich mir nicht vorstellen, das würde niemand tun, nur Menschen, die andere Menschen scharz beschäftigen).

Dumm an der schwarz arbeitenden Putzfrau ist § 110 Absatz 1a SGB VII, den auch Sozialrechtler nicht immer im Auge haben. Nehmen wir an Ihre Putzfrau (nette bulgarische Bekannte auf der Durchreise) stürzt - was Gott verhüten möge, aber der hat seine Augen auch nicht immer überall - mit dem guten Vorwerk die Treppe hinab und ist anschließend vom Halswirbel abwärts gelähmt. Dann ist das eigentlich ein Arbeitsunfall und die BG geht wegen folgender Ansprüche bei Ihnen in Regress: Behandlungskosten, Reha, Rente. Ihr Haus brauchen Sie dann nicht mehr weiter abzahlen. Klar sagen Sie jetzt, die bulgarische bekannte hat sich mit mir verbrüdert und hält sicht, auch wenn ihr nachher jemand erzählt, die BG übernehme die reha und dann die Rente usw.

Deshalb haben wir eine nette rumänischstämmige Unternehmerin angeheuert, die Rechnungen stellt, einschließlich Umsatzsteuer. Derzeit ein Ein-Frau-Betrieb. Ist sie deswegen automatisch selbständig? Keine Ahnung. Was ein Sozialgericht ausurteilt, weiß kein Mensch. Dafür gibt es dann § 7a SGB IV. Soweit so gut. Haben wir gemacht. Man kann ja schlecht andere beraten und dann selbst so tun als sei nichts.

Wesentliche Aspekte, die für eine Beschäftigung sprechen:

Es wird im Haushalt der Auftraggeber gearbeitet ...Zum vollständigen Artikel

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