Mietwohnung als Kapital

von Gerhard Ostfalk

Joseph Beuys wusste: Kunst ist Kapital. Übertragen auf das Mietrecht könnte man die Feststellung treffen: Wohnungsmietvertrag ist Kapital. Wie man dieses Kapital nutzt sagen wir.

Die Oma wohnt seit Jahrzehnten in der schönen Altbauwohnung in guter Lage im Stadtzentrum. Ist es nicht schade, dieses Filet-Stück an den Vermieter zurückzugeben, wenn die Oma verstirbt.

Zudem sind Möglichkeiten des Vermieters bei einem Wohnraummietverhältnis die Miete an die zeitlichen Gegebenheiten anzupassen sind eingeschränkt. In der Regel kann er die Miete nur nach §§ 558 ff. BGB an die ortsübliche Vergleichsmiete anheben und hierbei sind viele formale Bedingungen einzuhalten. Deshalb sind langjährige Mietverträge oft auch günstig.

In der Praxis können sich dem Vermieter dabei einige Hürden in den Weg stellen, so kann er im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung im Rahmen einer Mieterhöhungsklage nur mit Hilfe eines gerichtlichen Sachverständigengutachtens durchsetzen, was regelmäßig mit Kosten zwischen 1.000,00 € und 2.000,00 € alleine für den Sachverständigen verbunden ist. Rechnet man im Rahmen des allgemeinen Klagerisikos noch die anfallenden Anwaltskosten hinzu, wird die Durchsetzung einer Mietanpassung regelmäßig zum wirtschaftlichen Pokerspiel ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK