Urteil: Ist bei hohen Minusgraden die "Froststufe" eines Thermostats ausreichend?

Oberlandesgericht Oldenburg, Urteil vom 23.12.2015 - 5 U 190/14 Urteil: Ist bei hohen Minusgraden die "Froststufe" eines Thermostats ausreichend? Im unbewohnten Ferienhaus des Klägers waren die Thermostatventile der Heizungen auf Stufe 1 und der *-Stufe eingestellt, um einen Frostschutz zu gewährleisten. Allerdings fielen die Außentemperturen in den zweistelligen Minusbereich und die Heizung fiel aus - die Leitungen platzen. Der Sachverhalt

Geklagt hatte der Eigentümer eines Ferienhauses. Anfang Februar 2012 herrschten dort Minustemperaturen im zweistelligen Bereich. Das Ferienhaus des Klägers war zu dieser Zeit nicht bewohnt. Die Heizungsanlage (Baujahr 2009) fiel aus, mehrere Leitungen und Heizkörper platzten.

Dadurch kam es zu einem erheblichen Wasserschaden. Der Kläger nahm seinen Gebäudeversicherer vor dem Landgericht Aurich auf Zahlung einer Entschädigung in Höhe von rd. 11.000,-€ in Anspruch. Er behauptete, dass ein von ihm beauftragtes Ehepaar das Ferienhaus regelmäßig kontrolliert und dabei auch die Funktionsfähigkeit der Heizung überprüft habe. Die Ventile der Heizkörper hätten auf Stufe eins bzw. zwischen der sog. Sternstellung und Stufe eins gestanden. Damit sei eine ausreichende Frostsicherung gewährleistet gewesen.

Gebäudeversicherer sieht Einstellungen am Thermostatventil als nicht ausreichend

Der beklagte Gebäudeversicherer bestritt das Vorbringen des Klägers und vertrat den Standpunkt, dass es bei hohen Minustemperaturen nicht genüge, die Ventile der Heizkörper in die sog. Sternstellung zu bringen.

Entscheidung der Vorinstanz

Das Landgericht Aurich (Az. 3 O 473/12) vernahm mehrere Zeugen und gab der Klage sodann teilweise statt ...

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