Urteil: Haltung von neun Hunden im allgemeinen Wohngebiet

Verwaltungsgericht Neustadt, Urteil vom 18.01.2016 - 3 K 890/15.NW Urteil: Haltung von neun Hunden im allgemeinen Wohngebiet Die Klägerin hält auf ihrem Grundstück, das in einem allgemeinen Wohngebiet liegt, neun Hunde der Rasse Husky. Des Weiteren betreibt sie ein Gewerbe für Husky-Schlittenfahrten. Aufgrund häufiger Nachbarbeschwerden wurde ihr die Haltung von mehr als zwei Hunden untersagt. Zu Recht? Der Sachverhalt

Die Klägerin betreibt ein Gewerbe für Husky-Schlittenfahrten und Zughunde-Seminare. Offensichtlich störten sich die Nachbarn an der Hundhaltung der Klägerin und beschwerten sich immer wieder bei der Behörde. Der Klägerin wurde nach längerem Schriftverkehr die Haltung von mehr als zwei Hunden auf ihrem Grundstück untersagt.

Zur Begründung führte der beklagte Landkreis aus, die Haltung von neun Huskys als Bestandteil des klägerischen Gewerbes sei in dem allgemeinen Wohngebiet aufgrund des Umfangs nicht gebietstypisch und damit unzulässig. Die verstärkt auftretende Lärmbelästigung stelle keine Immission dar, mit der Bewohner eines allgemeinen Wohngebietes üblicherweise rechnen müssten. Die Haltung von zwei Hunden sei noch als orts- und gebietstypisch anzusehen. Deshalb ergehe nur ein teilweises Nutzungsverbot.

Die Klägerin hat Klage erhoben und zur Begründung vorgetragen, bis 2014 habe es keinerlei Beschwerden gegeben. Das Veterinäramt habe keine Beanstandungen betreffend die Hundehaltung festgestellt. Ebenso hätten die Amtstierärzte keine Lärmbelästigung durch die Hunde feststellen können. Auch gebe es in ihrer näheren Umgebung mehrere Hundehalter, die drei bzw. neun Hunde auf ihrem Grundstück hielten.

Das Urteil des Verwaltungsgerichts Neustadt (Az. 3 K 890/15.NW)

Die 3. Kammer des Verwaltungsgerichts Neustadt (Urteil, Az. 3 K 890/15 ...

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