Software AdBlock wettbewerbswidrig

von Helene Klassen Rock

Die Verhinderung des Aufrufs von Werbeinhalten auf einer Webseite durch die die Werbeblocker-Software AdBlock ist wettbewerbswidrig. So entscheid das Landgericht Frankfurt a.M. in einem einsweiligen Verfügungsverfahren der Betreiberin der Online-Zeitung „Die Welt“.

Wie zahlreiche andere Tageszeitungen stellt auch „Die Welt“ Beiträge im Rahmen ihres Online Angebotes unter www.welt.de bereit. Die Nutzung dieses Online-Angebotes ist grundsätzlich kostenfrei. Dies wird im Wesentlichen über die Vermarktung von Werbeflächen finanziert. Die Online-Werbeinhalte werden aber nur vergütet, wenn sie für den Nutzer sichtbar sind bzw. angeklickt werden. Die Software AdBlock greift jedoch derart in die Ausspielung der Inhalte einer Internetseite ein, dass das Aufrufen der Werbeinhalten verhindert wird. Auf diese Weise blockierte AdBlock sämtliche Werbeinhalte auf www.welt.de, wodurch die Betreiberin jährliche Verluste in Millionenhöhe zu verzeichnen hatte. Aus diesem Grund verlangte sie im Wege eines Eilverfahren u.a. die Untersagung des Angebots dieser Software einschließlich deren mobiler Ausgabe.

Entscheidung des Gerichts zu AdBlock

Das Landgericht Frankfurt a.M. entschied zu Gunsten der Betreiberin der Online-Zeitung (Beschluss vom 26.11.2015, AZ 3-06 O 105/15) und gab dem Antrag in vollem Umfang statt. Dabei ging das Gericht von einem konkreten Wettbewerbsverhältnis der Parteien aus, u.a ...

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