Gestank als Körperverletzung?

von Stephan Weinberger

Das Amtsgericht in Trier musste sich kürzlich mit einer Klage eines Mannes auf Schmerzensgeld wegen Körperverletzung beschäftigen. Der Kläger gab unter anderem an, dass er aufgrund des Gestanks in der Abluft eines nahen Recyclingbetriebs nicht schlafen könne.

Der Mann führt zur Begründung seines vermeintlichen Schmerzensgeldanspruchs diverse Gründe an: Keiner wolle ihn besuchen, weil es draußen so stinke. Soziale Kontakte hätten deshalb das Nachsehen. Wegen des Gestanks, der von dem nahen Recyclingbetrieb in den Ortskern wandert, sei an ein Lüften nicht zu denken. So bleibe nach dem Duschen die Feuchtigkeit im Raum und daraus ergäbe sich die Gefahr der Schimmelbildung. Zudem könne er bei geschlossenen Fenstern nicht schlafen, weshalb er unter erheblichen Schlafstörungen leiden würde. Der Gestank würde für ihn insgesamt eine psychische Belastung bedeuten.

Weiterhin führt der Kläger an, dass Renovierungsarbeiten nicht ausgeführt werden konnten, weil die Mitarbeiter einer Handwerksfirma wegen des Gestanks nicht hätten ihre Arbeit verrichten können. Dadurch sei es zu Verzögerungen bei seinem Bauvorhaben gekommen ...

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