200 neue Facebook-Freunde auf einen Schlag

von Dr. Sebastian Ertel

Berühmt sein, für viele ein Traum. Wenn schon nicht im wahren Leben, dann doch wenigstens auf Facebook, mit einer großen Freundesliste. Der Betreiber der Plattform kommt den Ruhmsuchenden entgegen, mit der „Freunde finden“-Funktion.

Freunde finden leicht gemacht

Man gewährt Facebook Zugriff auf seinen E-Mail-Account bei GMX, Web.de und Co. Daraufhin werden die bei dem jeweiligen Webmailing-Dienst hinterlegten Kontaktdaten ausgelesen und auf Facebook-Servern gespeichert. Sollten der Abgleich der Kontaktdaten mit den Facebook-Datenbanken keinen Treffer bringen, kann dem betreffenden Kontakt über Facebook per E-Mail eine Freundschaftsanfrage gesendet werden.

Tolle Idee? – Nicht nach Ansicht der Verbraucherzentralen

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände in Deutschland sieht in der Funktionalität „Freunde finden“ eine belästigende Werbung im Sinne von § 7 Abs. 1 und 2 Nr. 3 UWG und ging gegen diese gerichtlich vor.

7 UWG:

(1) Eine geschäftliche Handlung, durch die ein Marktteilnehmer in unzumutbarer Weise belästigt wird, ist unzulässig. Dies gilt insbesondere für Werbung, obwohl erkennbar ist, dass der angesprochene Marktteilnehmer diese Werbung nicht wünscht ...

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