Facebook darf keine „Freunde finden“

von Simone Staudacher

„Sind deine Freunde schon bei Facebook?“ Mit dieser Frage warb Facebook bei registrierten Nutzern und wünschte Zugriff auf deren Email-Adressbuch. Der BGH musste nun entscheiden, ob die sodann versendeten Einladungs-Emails an nicht registrierte Personen wettbewerbswidrig sind.

Twin Design / Shutterstock.com

Mithilfe der Funktion „Freunde finden“ versendete Facebook Einladungs-Emails an Personen, die nicht als Mitglied bei Facebook registriert sind. Die Versendung der Emails wurde durch die bei Facebook registrierten Nutzer ausgelöst, nachdem diese ihre Email-Adressdateien importierten.

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände in Deutschland (vzbv) klagte gegen Facebook. Der vzbv sieht in dem Versand von Einladungs-Emails an Nichtmitglieder eine den Empfänger belästigende Werbung im Sinne des UWG.

Das LG Berlin entschied bereits 2012, es handele sich bei dem Vorgehen um eine unzulässige Werbung. Eine Berufung Facebooks wies das KG Berlin im Jahr 2014 zurück (wir berichteten).

Entscheidung des Gerichts zur „Freunde finden“ Funktion

Der BGH gab den Verbraucherschützern mit Urteil vom 14.01.2016 – Az ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK