Dieser Satz ist besser als „Das ist nicht klausurrelevant.“

Du sitzt in der Vorlesung.

Es ist Nachmittag und du bist müde. Du spielst mit deinem Handy rum, checkst deine Mails und unterhältst dich mit deinem Sitznachbarn.

Plötzlich fällt dieser eine Satz und du bist hellwach. Der ganze Hörsaal ist hellwach.

Du nimmst deinen Stift und machst dir lächelnd eine Notiz in deine Unterlagen, denn dein Dozent hat es gerade wirklich gesagt:

„Dieser Teil ist für Sie nicht klausurrelevant.“

Bäm! Darauf hast du gewartet. Weniger Stoff und damit weniger lernen in einem eh schon viel zu voll gestopften Studium. Gott sei Dank!

Nicht klausurrelevant. Der Heilige Gral jeder Studentin und jedes Studenten.

Oder?

Was “nicht klausurrelevant” wirklich bedeutet

Warum freuen wir uns so, wenn es heißt, dass eine Formel oder ein Kapitel nicht klausurrelevant ist?

Klar: Du hast weniger Arbeit und kannst dich mehr auf die schönen Dinge neben dem Studium konzentrieren. Dein Stundenplan ist ohnehin voll genug und die nächste Klausurphase stellt dich auch so vor große Herausforderungen.

Aber treten wir mal einen Schritt zurück.

Haben wir uns unser Studium nicht selbst ausgesucht? Haben wir uns nicht freiwillig dazu entschieden genau diesen Abschluss an dieser Uni zu erwerben?

Ja, haben wir.

Haben wir uns dann nicht auch bewusst für dieses Modul, diesen Lernstoff und diese Prüfung entscheiden?

Schon irgendwie.

Aber dann sollten wir doch total motiviert sein und Lust darauf haben viel zu lernen. Oder?

Ja. Sind wir aber nicht. Und es ist nicht unsere Schuld.

Indem du dich über den Satz „Das ist nicht klausurrelevant.“ freust, lehnst du unterbewusst die Inhalte aus deinem Studium ab. Du freust dich, dass du weniger lernen musst ...

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