Zusatzleistungen am Urlaubsort – und die Haftung des Reiseveranstalters

Mit der Haftung des Reiseveranstalters für Zusatzleistungen am Urlaubsort hatte sich aktuell der Bundesgerichtshof zu befassen:

In dem jetzt entschiedenen Fall begehrten die klagenden Urlauber begehren von der beklagten Reiseveranstalterin Schmerzensgeld wegen Verletzungen bei einem Unfall, der sich auf einer Ausflugsfahrt am Urlaubsort ereignete.

Die Urlauber buchten bei der Reiseveranstalterin eine Pauschalreise nach Burgas in Bulgarien für den Sommer 2013. Am Urlaubsort erhielten sie von der Reiseveranstalterin eine Begrüßungsmappe mit einem Blatt, auf dem unter dem Logo der Reiseveranstalterin und der Überschrift „Ihr Ausflugsprogramm“ verschiedene Veranstaltungen, unter anderem eine „Berg und Tal: Geländewagen-Tour“, angeboten wurden. Unter der Auflistung wurde darauf hingewiesen, dass die Reiseveranstalterin lediglich als Vermittler für die von der örtlichen Ausflugsagentur organisierten Ausflüge fungiere und die Ausflüge auch per SMS oder per E-Mail reserviert werden könnten, gefolgt von der fettgedruckten Aufforderung „Reservieren Sie bei Ihrer Reiseleitung!“. Die Urlauber buchten die auch als „Jeep-Safari“ angebotene Geländewagentour beim Reiseleiter der Reiseveranstalterin. Während des Ausflugs kam es zu einem Unfall, bei dem die Urlauber verletzt wurden.

Sowohl das erstinstanzlich hiermit befasste Landgericht Duisburg1 wie auch in der Berufungsinstanz das Oberlandesgericht Düsseldorf2 haben die Klage abgewiesen, da die Reiseveranstalterin die Geländewagentour nicht veranstaltet, sondern nur vermittelt habe ...

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