Scheidung: Sohn will bei Papa leben, darf aber nicht?

Oft wird gesagt, dass man gegen den Willen des Kindes bezüglich der Frage, bei welchem Elternteil es im Zuge der Scheidung leben möchte, ab einem bestimmten Alter nicht viel mehr machen kann. Tatsächlich ist der Wille des Kindes ab einem bestimmten Alter regelmäßig eine Entscheidungsgrundlage. Ist der Wille des Kindes jedoch zwingend für die Entscheidung? Das OLG Brandenburg hat dazu eine Entscheidung getroffen.

Der Fall:

Ein außerehelich geborener Sohn wohnte seit der Trennung der Eltern bei der Mutter. Diese ist als Krankenschwester tätig und ist mit einem neuen Partner verheiratet. Mit diesem hat sie ein weiteres Kind.

Der Vater ist in einem Taxiunternehmen tätig, arbeitet dort 12 Stunden täglich und ist Single.

Der Vater des Sohns beantragte die Übertragung des Sorgerechts und des Aufenthaltsbestimmungsrechts auf ihn allein. Sein Begründung dazu war, dass er zum Sohn ein gutes Verhältnis habe und ihn regelmäßig sehe (während des Umgangs). Die Mutter würde ihn jedoch nicht in Fragen und Entscheidungen, die den Sohn beträfen, einbeziehen ...

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