OLG Köln: Online-Anzeigen eines Maklers begründen noch keinen verbindlichen Vertrag

Ein Makler-Vertrag kommt nicht bereits deswegen zustande, weil ein Makler ein Angebot in einer Internetanzeige bewirbt und sich ein Kunde daraufhin meldet (OLG Köln, Urt. v. 03.12.2015 - Az.: 24 U 21/14).

Der klägerische Makler verlangte die Begleichung seines Maklerlohns vom Beklagten. Der Kläger hatte eine Online-Anzeige über eine Immobilie geschaltet. Daraufhin meldete sich der Beklagte und erwarb das Objekt.

Das Gericht verneinte das Zustandekommen eines Maklervertrages.

Die Schaltung der Online-Anzeige durch den Makler sei noch kein rechtlich verbindliches Angebot gewesen, sondern lediglich eine unverbindliche Aufforderung zur Abgabe eines Angebots.

Zwar könne eine Provisionsabrede auch stillschweigend durch schlüssiges Verhalten getroffen werden. Hieran seien jedoch strenge Anforderungen zu stellen: Ein Kunde, der sich an einen Makler wende, der mit Angeboten werbe, erkläre damit noch nicht schlüssig seine Bereitschaft zur Zahlung einer Maklerprovision ...

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