Computerausfall in der Anwaltskanzlei

© Jeanette Dietl

Es darf als bekannt unterstellt werden, dass in einem sogenannten EDV-Kalender eingetragene Fristen ebenso zu kontrollieren sind, wie die in einem Papierkalender eingetragene Fristen.

Hierzu gehört, dass eine Frist als eingetragen auf dem fristauslösenden Schriftstück erst dann durch Kurzzeichen bestätigt werden darf, wenn anhand eines ausgedruckten Protokolls eine Kontrolle durchgeführt wurde, die Eingabefehler oder Versäumnisse ausschließt.


Selbstverständlich ist der Anwalt auch bei Nutzung eines EDV-Kalenders verpflichtet, die ordnungsgemäße Handhabung des von ihm vorgegebenen Ablaufes zur Fristeneintragung und Fristenwahrung stichprobenartig zu kontrollieren.
Hinzu kommt, dass eine Kontrolle durch den Anwalt immer dann vorgenommen werden muss, wenn die Akte ihm zu einer friststgebundenen Handlung vorgelegt wird, d.h. zum Beispiel wenn ihm die Akte im Rahmen einer Vorfrist vorgelegt wird. Spätestens dann ist von ihm zu kontrollieren, ob auch die Ablauffrist ordnungsgemäß berechnet und eingetragen wurde.
Dieses alles bereitet wenig Probleme, wenn ein entsprechender Arbeitsprozess aufgesetzt wurde und die Einhaltung kontrolliert wird.

Probleme ergeben sich aber immer dann, wenn das Programm einmal kürzere oder längere Zeit nicht zur Verfügung steht.

Murphys Gesetz lautet:

„Whatever can go wrong will go wrong.“

„Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen ...

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