Auswechslung des Pflichtverteidigers

Eine Auswechslung des Pflichtverteidigers ist bei allseitigem Einverständnis, dem Ausschluss einer Verfahrensverzögerung und der Vermeidung von Mehrkosten grundsätzlich möglich. Der Verzicht des neuen Verteidigers auf Geltendmachung der durch den Verteidigerwechsel entstandenen Mehrkosten ist zulässig.

Auch wenn ine Entpflichtung des bisherigen Verteidigers aus wichtigem Grund nicht in Betracht kommt, weil die dazu erforderliche nachhaltige und endgültige Erschütterung des Vertrauensverhältnisses zwischen Anwalt und Mandant1 nicht überzeugend dargelegt ist, kann nach allgemeiner Meinung eine Auswechslung des Pflichtverteidigers auch dann erfolgen, wenn

  • der Angeschuldigte und
  • beide Verteidiger damit einverstanden sind,
  • dadurch keine Verfahrensverzögerung eintritt und
  • auch keine Mehrkosten entstehen2.

Nachdem in dem hier entschiedenen Fall das Zustimmungserfordernis erfüllt ist und Rechtsanwalt S. gegenüber dem Gericht verbindlich erklärt hat, für die Durchführung einer Hauptverhandlung – wie vom Gericht mit den übrigen Verteidigern abgesprochen – am 21. und 22.01 ...

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