Rezension: Invisibility Studies

von Christian Wickert

In Kooperation mit dem Surveillance Studies Blog veröffentlicht Criminologia Rezensionen von Bücher aus den Bereichen Überwachung & Kontrolle und Kriminologie.

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Titel: Invisibility Studies. Surveillance, Transparency and the Hidden in Contemporary Culture
Herausgeberinnen: Henriette Steiner & Kristin Veel Jahr: 2015 Reihe: Cultural History and Literary Imagination. Vol. 23 Verlag: Peter Lang ISBN: 978-3-0343-0985-1

Diese Rezension wurde verfasst von Susanne Krasmann, Hamburg.

In kriminologischer Perspektive könnte man wohl meinen, dass ein Buch mit diesem Titel vor allem von Formen und Technologien der Überwachung handelt; davon, wie diese Technologien bestimmte Sichtbarkeiten herstellen und Kontrollzugriffe ermöglichen; wie sich das Verhältnis von Überwacher und Überwachten, Sehen und Gesehenwerden mit neuen Kontrolltechnologien verschiebt, wie etwa die Digitalisierung beziehungsweise Automatisierung auch neue Formen und Dimensionen der Überwachung schafft und nicht zuletzt ein verändertes Verständnis dessen provoziert, was als private, öffentliche und geheime Angelegenheit gilt.

Doch das Kapitel in diesem Buch, das sich noch am meisten und ausdrücklich mit dem Thema des Geheimnisses beschäftigt, hat mit Geheimdiensten wenig zu tun. Stattdessen handelt es von „Secret Suburbs“, den anderen Lebensweisen, die das Sommerhaus, hier am Beispiel des dänischen Sommerhauses, fernab der alltagsweltlichen Zivilisation ermöglicht. Entscheidend, so der Architektur-Wissenschaftler Claus Bech-Danielsen, ist die Möglichkeit und Ermöglichung, außer Sicht zu sein, der Welt des Alltags auch dank der Abwesenheit von Techniken, die sonst das Handeln strukturieren (von Uhr und Telefon bis hin zu Smartphone oder Internet), zu entschwinden ...

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