Da nutzt auch der Wohnsitz in Frankreich nichts!

von Gerfried Braune

Wenig einsichtig zeigte sich der Halter eines Kangal, der am 28.01.2015 in Saarbrücken über einen Pudel hergefallen war und ihm die Wirbelsäule am Rücken durchgebissen hatte. Ich kenne sowohl die Hundehalterin des Pudels als auch die Tierärztin, die den Pudel dann einschläfern musste. Auch andere Opfer des Kangal kenne ich gut.

Der Hundehalter weigerte sich strikt, dem Hund einen Maulkorb anzuziehen, obwohl er mehrfach auffällig war. Zunächst hatte das Ordnungsamt durch sofort vollziehbaren Bescheid vom 10.02.2015 als gefährlichen Hund eingeordnet.Da sich der Halter des Kangal weigerte, einen Sachkundenachweis zu erbringen, hat das Ordnungsamt ihm daraufhin die Haltung des Kangal untersagt und auch diesen Bescheid für sofort vollziehbar erklärt. Den Antrag auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung hat das Verwaltungsgericht des Saarlandes mit Beschluss vom 18.09.2015 zurückgewiesen.

Die dagegen eingelegte Beschwerde des Hundehalters blieb ebenfalls erfolglos. In seinem Beschluss vom 16.12.2015 führt der 1. Senat des Oberverwaltungsgerichts Saarlouis aus, dass der Kangal zu Recht als gefährlicher Hund eingestuft worden sei. Da sich der Hundehalter auch weigerte, einen Sachkundenachweis zu erbringen, konnte ihm die Erlaubnis zum Halten eines gefährlichen Hundes nicht erteilt werden (§ 2 PolVo) ...

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