Berufungskammer des LG Koblenz erklärt im Rechtsstreit gegen den Versicherungsnehmer der HUK-COBURG, was „erkennbar überhöht“ bedeutet, mit Protokkoll und Urteil vom 2.12.2015 – 12 S 59/15 – .

von Willi Wacker

Hallo verehrte Captain-Huk-Leserinnen und -Leser,

bekanntlich hatte der VI. Zivilsenat mit seinen Urteilen in den Verfahren – VI ZR 225/13 – und – VI TR 357/13 – entschieden, dass die Indizwirkung der Rechnung des Sachversständigen nur dann entfällt, wenn die Rechnung für den Geschädigten „deutlich erkennbar überhöht“ bzw. „erkennbar überhöht“ ist. Was darunter zu verstehen st, hat jetzt die Beerufungskammer des LG Koblenz in einer aktuellen Berufungsentscheidung erklärt. In dieser Rechtsstreitigkeit ging es – wie sollte es auch anders sein? – um von der HUK-COBURG vorgenommener Kürzungen der Sachverständigenkosten. Um es vorwegzunehmen: Auch in diesem Berufungsrechtsstreit ist der HUK-COBURG ins Versicherungsbuch geschrieben worden, wie BGH-Urteile zu verstehen sind. Die HUK-COBURG hatte 141,63 € aus der Rechnung des vom Geschädigten eingeschalteten Sachverständigen gekürzt, obwohl dafür keine Anspruchsgrundlage bestand. Insoweit hat das Landgericht im Berufungsverfahren auf die Berufung des Klägers das erstinstanzliche Urteil des AG Lahnstein abgeändert und die gekürzten Sachverständigenkosten einschließlich Zinsen und Verfahrenskosten der beklagten Versicherungsnehmerin der HUK-COBURG auferlegt. Da das Gericht die Gründe seiner Entscheidung bereits in der münlichen Verhandlung zu Protokoll gegeben hatte, konnte das Berudungsurteil kurz ausfallen. Wir veröffentlichen daher das Terminsprotokoll sowie das am gleichen Tag verkündete Urteil vom 2.12.2015. Lest selbst und gebt Eure sachlichen Kommentare ab.

Mit freundlichen Grüßen

Willi Wacker

Protokoll

aufgenommen in der öffentlichen Sitzung der 12. Zivilkammer des Landgerichts Koblenz am Mittwoch, den 2.12.2015 in Koblenz in dem Rechtsstreit 12 S 59/15 .

Gegenwärtig:

VRiLG S. als Vorsitzender

Rin AG M.

RiLG D.

Von der Zuziehung eines Protokollführers wurde gemäß § 159 I ZPO abgesehen.

In Sachen

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