Alles wird gut: Neue AU-Bescheinigung seit 01. Januar 2016

von Martin Lützeler

Ein neues Formular, mit dem der Arzt die Arbeitsunfähigkeit bescheinigt, vereinfacht seit dem 1. Januar 2016 die Meldung an Krankenkasse und Arbeitgeber.

Arbeitnehmer müssen im Fall der Krankheit ihren Arbeitgeber entsprechend informieren.

Bisher galt: Mitteilung der Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer

§ 5 Abs. 1 EntgeltfortzahlungsG verlangt die Mitteilung der Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Tage, muss der Arbeitnehmer eine ärztliche Bescheinigung vorlegen. Hierzu verwendet der Arzt die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung Muster 1, die aus drei Seiten bestand. Seite 1 zur Vorlage bei der Krankenkasse, Seite 2 zur Vorlage beim Arbeitgeber″ und Seite 3 zum Verbleib beim Arzt. Weil die „Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zur Vorlage beim Arbeitgeber″ gelb ist, wird sie auch „gelber Schein″ genannt.

Damit nicht genug: Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als in der Bescheinigung angegeben, muss der Arbeitnehmer eine neue Bescheinigung vorlegen. Dies gilt auch nach Ablauf der sechs Wochen, in denen der Arbeitgeber das Entgelt weiterzahlen muss.

Nur gab es hierfür in der Vergangenheit kein Formular. Stattdessen schickte die Krankenkasse dem Arbeitnehmer einen „Auszahlschein“, den dieser vom Arzt ausfüllen lassen musste. Der Auszahlschein wurde an die Krankenkasse zurückgeschickt, die dann das Krankengeld anwiesen. Hierauf mussten die Arbeitnehmer so manches Mal warten ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK