Zur Haftung des Reiseveranstalters für Unfall bei von ihm vermittelter Geländewagentour am Urlaubsort

von Liz Collet

Mit dieser Haftungsfrage befasst sich der Bundesgerichtshof anlässlich einer Zulassungsrevision von Klägern, die von der beklagten Reiseveranstalterin V. Schmerzensgeld wegen Verletzungen bei einem Unfall verlangen, welcher sich auf einer Ausflugsfahrt am Urlaubsort ereignete.

Die Kläger hatten bei der Beklagten eine Pauschalreise nach Burgas in Bulgarien für den Sommer 2013 gebucht. Am Urlaubsort erhielten sie von der Beklagten eine Begrüßungsmappe mit einem Blatt, auf dem unter dem Logo der Beklagten und der Überschrift “Ihr Ausflugsprogramm” verschiedene Veranstaltungen, unter anderem eine “Berg und Tal: Geländewagen-Tour”, angeboten wurden.

Unter der Auflistung wurde darauf hingewiesen,

  • dass die Beklagte lediglich als Vermittler für die von der örtlichen Ausflugsagentur organisierten Ausflüge fungiere und die Ausflüge auch per SMS oder per E-Mail reserviert werden könnten,
  • gefolgt von der fettgedruckten Aufforderung “Reservieren Sie bei Ihrer V.-Reiseleitung!”.

Die Kläger buchten die angebotene Geländewagentour beim Reiseleiter der Beklagten. Während des Ausflugs kam es zu einem Unfall, bei dem die Kläger verletzt wurden ...

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