Kündigung wegen Stalking?

von Harald Schwarz

Das Pro­blem des Stal­king hat erst in jün­ge­rer Zeit die not­wen­dige Auf­merk­sam­keit beim Ge­setz­ge­ber und der Jus­tiz ge­fun­den. Stal­ker sind Per­so­nen, die ei­nen an­de­ren Men­schen ver­fol­gen, be­läs­ti­gen und ter­ro­ri­sie­ren. Erst im Jahr 2007 wurde mit § 238 StGB der Straf­tat­be­stand der „Nach­stel­lung“ ein­ge­führt, der min­des­tens eine Frei­heits­strafe bis zu drei Jah­ren oder Geld­strafe als Sank­tion vor­sieht. Op­fer von Stalking-Angriffen kön­nen auch zi­vil­recht­li­che An­sprü­che auf Un­ter­las­sung und Scha­dens­er­satz gel­tend ma­chen, wenn durch die An­griffe ihr Per­sön­lich­keits­recht ver­letzt ist.

Be­son­ders schwie­rig und be­las­tend ist der Um­gang mit Stal­kern am Ar­beits­platz, da das Op­fer dem Stal­ker durch die ge­mein­same Ar­beits­stätte na­hezu zwangs­läu­fig und oft auch täg­lich be­geg­net. Im Falle von (se­xu­el­len) Be­läs­ti­gun­gen muss der Ar­beit­ge­ber be­reits auf­grund des All­ge­mei­nen Gleich­be­hand­lungs­ge­set­zes han­deln. Es sieht ei­nen Maß­nah­men­ka­ta­log bis hin zur Kün­di­gung vor ...

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