Die Versorgungsehe und ihre nicht tot zu kriegenden, mörderisch diffizilen Fälle bei Todesfällen

von Liz Collet

Rund drei Jahre ist es her, als ich in einem etwas neckisch betiteltem Beitrag “Kurzkurzkurzzeit-Ehen und Witwenrenten – neues Versorgungsmodell?” im Zusammenhang mit der Indizienkette von Gerichtsurteilen über die blosse “Versorgungsehe” die Frage anklingen liess, ob u.U. auch sehr kurze Ehezeiten sich als blosses neues Versorgungsmodell entwickeln könnten.

Mir durchaus bewusst, dass schon zu diesem Zeitpunkt das Thema von Versorgungsehen oder dass Eheschliessungen in hohem oder jedenfalls höherem Alter, erst recht bei etwaiger bereits bestehender schwerer Erkrankung eines der beiden Beteiligten der Eheschliessung den Verdacht blosser Versorgungsehe wecken, nicht neu war. Mitnichten.

Bei näherer Betrachtung sind (nicht nur in der Vergangenheit) mehrere Faktoren festzustellen, die zusammenkommen mögen, welche solche im Verdacht blosser Versorgungsehe stehenden Ehen stifteten:

Geltende Moralvorstellungen, die sich im Miet- und Strafrecht niederschlugen und mit dem Kuppeleiverbot Zusammenleben unverheirateter Personen verboten, mangelnder Wohnraum besonders in Nachkriegszeiten, verschollene oder gefallene Ehemänner und Väter, die als Versorger nicht mehr für Frau und Kinder vorhanden waren, schlechte eigene Versorgungslage von Frauen ohne Ausbildung, Beruf oder Arbeit, unzureichende oder fehlende oder geringe eigene Rentenversorgung und soziale Leistungen und andere Faktoren waren oft genug Paten für Eheschliessungen und auch Versorgungsehen. Nicht nur in der Nachkriegs- und auch noch der Wirtschaftswunderzeit lebten Frauen in der Regel länger, wurden älter als Ehemänner; letztere aber hatten höhere Renten und wenn sie Beamte waren zusätzliche bessere Versorgung zu Lebzeiten und Pensionsansprüche, eigene und für ihre Witwen ...

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