Kanzleialltag 2015 – Meine Highlights

von Matthias Trinks

Es war so einiges los in meinem Kanzleijahr 2015. Daher komme ich gleich mal zur Sache.

Fachlich haben mich in diesem Jahr besonders die AdV-Anträge beschäftigt. Diesem Thema ist mein nächster Beitrag hier gewidmet. Nirgendwo sonst hatten wir in der Kanzlei derart viele Reibereien mit der Finanzverwaltung.

Ganz explizit hervorheben möchte ich aber, dass nicht nur böse und/oder seltsame Menschen Finanzbeamte werden. Zu Jahresbeginn kam eine Rentnerin in die Kanzlei. Die Dame hatte seit Beginn der Rentensteuerpflicht jedes Jahr ihren Rentenbescheid ans Finanzamt geschickt und gefragt, ob sie eine Steuererklärung abgeben müsse. Und jedes Jahr bekam sie ein freundliches Schreiben zurück, dass dies nicht nötig sei. Bis im Jahr 2014 die Rentenerhöhung sie dann über den Grundfreibetrag hievte. Dann gab es erstmals eine freundliches „Ja, bitte“ als Antwort vom Finanzamt. Sehr nett! Mit dem ebenfalls netten Kollegen aus der sächsischen Finanzverwaltung Heine habe ich dann auch noch eine ganze Reihe von Fachbeiträgen, z.B. zum Rundfunkbeitrag, verfasst.

Genauso viele Dramen, wie die Fachthemen, bringt der übrige Kanzleialltag mit sich. Haben Sie schon einmal von „Gutes Personal ist eben schwer zu finden“ gehört? Ein Praktikant hat es bei uns in diesem Jahr – aus noch immer ungeklärten Gründen – geschafft, softwareseitig einen kompletten PC lahm zu legen. Auf die Frage, was das vorgefallen sei, meinte er schlicht: Naja, sowas passiere halt mal. „Kein Grund zur Panik.“ Nun ja, besagter Praktikant durfte an dem Tag dann eher heimgehen. Und musste am Folgetag (und allen anderen Tagen) auch nicht mehr wiederkommen.

Das Schriftstück des Jahres brachte ein ausländischer Mandant mit nur rudimentär ausgeprägten Deutschkenntnissen vorbei ...

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