BilRUG: Feuerwerk zum Jahreswechsel jetzt im Anhang

von Robin Mujkanovic

Das BilRUG hat eine Vielzahl von meist kleineren Änderungen gebracht. Besonders betroffen ist auch der Anhang. In diesem Sinne könnte man zwar von einem Feuerwerk sprechen. Mit meinem letzten Blog in diesem Jahr knüpfe ist aber an die Verlagerung des sogenannten Nachtragsberichts vom Lagebericht in den Anhang an. Ein prominentes Lehrbuchbeispiel für den Nachtragsbericht ist der Schaden durch Feuerwerkskörper.Während nach dem Stichtag bekannt werdende werterhellende Informationen bereits im Jahresabschluss des abgelaufenen Geschäftsjahres zu berücksichtigen sind, dürfen gemäß des Stichtagsprinzips nach dem Abschlussstichtag eintretende wertbegründende Ereignisse nicht mehr in Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung für das alte Geschäftsjahr eingehen. Um die Adressaten dennoch nicht im Dunkeln tappen zu lassen, sind „Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, unter Angabe ihrer Art und ihrer finanziellen Auswirkungen“ im Anhang anzugeben (§ 285 Nr. 33 HGB idF BilRUG).

Gemeint sind mithin wertbegründende Ereignisse, die eine Angabepflicht jedoch nur auslösen, wenn sie von besonderer Bedeutung sind. Der Zeitraum, währenddessen die Ereignisse eintreten, beginnt unstrittig mit dem Ende des alten Geschäftsjahres, bei kalendergleichem Geschäftsjahr also am 1.1., 0.00 Uhr. Uneinheitliche Auffassungen bestehen zum Ende des Berichtszeitraums. Die Vorschläge bewegen sich hier zwischen dem Ende des Aufstellungszeitraums des Lageberichts, über den Feststellungszeitpunkt, den Zeitpunkt der Erteilung des Bestätigungsvermerks bis zur Veröffentlichung. Da der letztgenannte Zeitpunkt eine Änderung des zutreffenden Lageberichts mit Nachtragsprüfung auslöst, kann man eine Pflicht kaum begründen ...

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